AMSilk GmbH und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung starten die gemeinsame Entwicklung eines neuen Spinnprozesses für Spinnenseide
München / Potsdam 7. September 2011. Die AMSilk GmbH und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) arbeiten an der Entwicklung eines neuen Spinnprozesses zur Herstellung von Hochleistungsfasern aus AMSilk Spinnenseidenproteinen. AMSilk ist weltweit das erste Unternehmen, welches in der Lage ist ausreichende Mengen des Spinnenseidenrohstoffs herzustellen und für Anwendungsentwicklungen zur Verfügung zu stellen. Das AMSilk Spinnenseiden Material basiert auf der natürlichen Seide von Spinnen, wird aber biotechnologisch durch einem proprietären industriellen Prozess hergestellt.
Bis heute konnte allerdings kein industrieller Spinnprozess Fasern generieren, welche natürlichen Spinnenfäden in den mechanischen Fähigkeiten nahe kommen. Die neu ins Leben gerufene Kooperation bündelt die Seidenmaterialexpertise der AMSilk mit der großen Erfahrung des Fraunhofer Instituts bei der Entwicklung von Spinnprozessen diverser Biopolymere. Die Projektpartner haben zum Ziel, einen skalierbaren Prozess zur Herstellung von künstlichen Spinnenseiden-Fasern für High-Tech Anwendungen zu entwickeln.
“Mit der Fraunhofer Gesellschaft, einer der weltweit angesehensten Forschungsinstitutionen, konnten wir für dieses spannende Projekt einen hochkarätigen Partner gewinnen und AMSilk dadurch enorm stärken.“ sagt Axel Leimer, der Geschäftsführer von AMSilk. „Wir passen perfekt zusammen – sowohl in der Kombination unserer Expertisen als auch in der produktorientierten Denkweise.“
“Wir sind stolz bei der Entwicklung einer vollkommen neuen Generation von High-Tech Fasern aktiv beteiligt zu sein. Wir werden in einzigartiger Weise die Spinnenseide von AMSilk und unsere Fraunhofer IAP Spinntechnologie kombinieren.“, sagt Prof. Dr. Hans-Peter Fink, der Direktor des Fraunhofer IAP.
Die Zusammenarbeit ist derzeit auf mindestens 2 Jahre angesetzt. Kommerzielle Nutzungsrechte sind bei AMSilk mit bestimmten Rechten für Fraunhofer IAP.
Über AMSilk:
Spinnenseide fasziniert die Menschheit seit Tausenden von Jahren, insbesondere durch ihre Festigkeit und Dehnbarkeit. Zusätzlich ist das Material vollkommen biokompatibel und kann daher auch für verschiedene Anwendungen im Bereich Pharma und Medizintechnik in Form von spezialisierten Beschichtungen, Folien, Vliesstoffen und anderen Produktformen eingesetzt werden. Wie bei den meisten Biopolymeren wurde Spinnenseide über Jahrmillionen der Evolution ständig durch die Natur verbessert und optimiert. Dies führte zu einer einzigartigen Kombination aus Eigenschaften, die bekannten, synthetischen Materialien weit überlegen ist. Bis vor kurzem konnte dieses Potential aus Mangel an Ausgangsmaterial allerdings nicht kommerziell genutzt werden.
AMSilk ist das erste Unternehmen, welches die sogenannten Spidersilk Biopolymere im industriellen Maßstab produzieren kann. Diese Biopolymere basieren auf der natürlichen Spinnenseide und wurden für Anwendung und Produktion durch AMSilk weiter optimiert. Die Verfügbarkeit des Materials ermöglicht nun die Entwicklung vollständig neuer technischer Produkte, sowie die Verbesserung bereits bestehender Produkte durch die Veredelung bzw. Kombination mit Spidersilk Material.
AMSilk ist ein Spin-Off Unternehmen der Technischen Universität München und wurde 2008 gegründet. Standort des Unternehmens ist das IZB in Martinsried in der Nähe von München. Investoren sind die MIG Fonds und AT Newtech.
Weitere Informationen sind auf www.amsilk.com zu finden.
AMSilk® ist eine eingetragene Marke der AMSilk GmbH.
Über das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP:
Das Fraunhofer IAP bietet ein großes Portfolio an Dienstleistungen im Bereich Material- und Prozessentwicklung von bio-basierten und synthetischen Polymeren im Labor- und Pilotmaßstab an. Das Spektrum umfasst Fasern, Folien, Funktionsmaterialien, Additive, Feinchemikalien und Prozesshilfsmittel.
Ein Hauptfokus liegt im Bereich Biopolymerentwicklung ausgehend von der Charakterisierung der Rohmaterialien über Synthese und Modifikation bis hin zur Entwicklung neuer Produkte und Prozesse.
Insbesondere bei der Verarbeitung von Zellulose und Stärke besitzt Fraunhofer große Expertise und langjährige Projekterfahrung. Dieses wird ergänzt durch die Erfahrung bei der Umwandlung von Biopolymeren in Fasern, Folien und Vliesstoffe.
Fraunhofer ist daher bestens ausgestattet, um die Komplexität der Seidenfaserherstellung aus AMSilk’s Spidersilk Material entgegenzutreten und einen skalierbaren Prozess zur Hochleistungsfaserherstellung zu entwickeln.
Kontakt:
Axel H. Leimer
AMSilk GmbH
Am Klopferspitz 19 im IZB
82152 Planegg/Martinsried, Germany
Tel: +49 (0)89 38156-4430
Email: publicrelations(at)amsilk.com
www.amsilk.com
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